Restaurierung
der Friese-Orgel und
des Altargemäldes in der
Stadtkirche Ludwigslust

Die 1770 geweihte Kirche wurde ursprünglich als Hofkirche der mecklenburgischen Herzöge von Hofbaumeister Johann Joachim Busch im Stil des Klassizismus errichtet. So ungewöhnlich die Stadtkirche von außen erscheint, so hält sie im Inneren zahlreiche Überraschungen bereit. Den Höhepunkt des Kirchenraumes bildet ein monumentales Gemälde an der Südwand, das die Verkündigung der Geburt Christi an die Hirten von Bethlehem darstellt. Es überragt mit seinen mehr als 350 qm Fläche den gesamten Altarbereich. Das aus über 700 Papierkaschee-Segmenten bestehende, mehrdimensionale Gemälde schuf der Hofmaler Johann Dietrich Findorff, vollendet wurde es von Johann Heinrich Suhrlandt. Hinter den auf Papierkaschee gemalten und auf eine Holzwand befestigten Ebenen des Gemäldes sind, aus Blickrichtung des Kirchenraumes nahezu unsichtbar, die Sakristei und darüber die Orgel verborgen. Die Darstellung der Verkündigung von Jesu Geburt an die Hirten gilt als größtes Altargemälde Europas. Gegenüberliegend befindet sich eine vierstöckige Empore mit herzoglichem Stuhl.

Bei der Friese-Orgel und dem Altargemälde in der Stadtkirche Ludwigslust handelt es sich um Kulturgüter von herausragender Bedeutung, die dringend einer fachgerechten Restaurierung in einem zeitlich engen Zusammenhang bedürfen. Die Restaurierung insbesondere des oberen Teils des Altargemäldes kann nur erfolgen, wenn die Orgel ausgebaut ist. Die Orgel befindet sich hinter dem Hauptteil des Altargemäldes und unterhalb des oberen Teils des Altargemäldes. Um die Restaurierungsarbeiten an diesem Teil des Altargemäldes durchführen zu können, müssen die erforderlichen Arbeitsgerüste aufgebaut werden, während die Orgel ausgebaut ist.
Deshalb haben wir uns von der Ev.-Luth. Stadtkirchengemeinde Ludwigslust, entgegen unserer bisherigen Planung, aus fachlichen Gründen dazu entschieden, die notwendigen Restaurierungen in einem engen zeitlichen Zusammenhang durchzuführen. Hierfür benötigen wir die beantragten Fördermittel von Bund und Land sowie von Stiftungen.
Um die insgesamt sehr erheblichen Kosten von insgesamt ca. 790.000 € für die Restaurierungen auch vollständig finanzieren zu können, haben wir entsprechende Anträge zur Unterstützung bei verschiedenen Fördermittelgebern und Stiftungen gestellt und auch erste positive Signale erhalten. In unserer Kirchengemeinde sind zahlreiche Aktivitäten angelaufen und noch weiter geplant, um die ergänzend erforderlichen finanziellen Mittel von Seiten der Kirchengemeinde und über Spenden und Sponsoren aufzubringen.